Bürgermeisterwahl

Bis zum 15.6. sind es noch:
Aktuelles

Bürgermeisterkandidat Gerald Frank im Gespräch mit einem unabhängigen Bürger


Am 15. Juni entscheiden die Bürgerinnen und Bürger von Münster, Altheim und Breitefeld in der Stichwahl darüber, wer für die nächsten sechs Jahre ihr neuer Bürgermeister wird. Bürgermeisterkandidat Gerald Frank (SPD) wollte von einen unabhängigen Münsterer Bürger wissen, wie er die Ausgangsposition vor der Stichwahl sehe und nach welchen Kriterien die Wählerinnen und Wähler sich für einen Kandidaten entscheiden. Ernst Soer, der seit über zwanzig Jahren in Münster lebt, hat den Wahlkampf intensiv von Anfang an verfolgt.
 

Gerald Frank: Mich interessiert immer, was unabhängige Bürger denken. Wie interpretieren Sie das Wahlergebnis vom 25. Mai?
 

Ernst Soer: Die für den Wechsel und frischen Wind stehenden Kandidaten Gerald Frank, Gerhard Bonifer-Dörr und Sascha Hollmann haben fast 60% der Stimmen auf sich vereinigt. CDU-Kandidat Udo Beutler hat zwar mit ca. 41 Prozent die Nase vorn, hat aber gegenüber der letzten Bürgermeisterwahl ein um ca. 20 % schlechteres Ergebnis erzielt als sein Vorgänger. Ein mehr als deutlicher Beweis dafür, dass die Mehrheit der Bürger einen Politikwechsel wünscht.
 

Frank:  Was bedeutet das für die Stichwahl?
 

Soer: Es bestehen die besten Chancen für einen Wechsel, zumal der Kandidat Gerhard Bonifer-Dörr von der ALMA schon kurz nach dem Wahlsonntag seinen Wählern eine deutliche Wahlempfehlung zu Ihren Gunsten gegeben hat. Dass die CDU-Fraktion in ihrer Wahlanalyse - siehe Münsterer Anzeigenblatt vom 5. Juni - „Wahlempfehlungen anderer Kandidaten oder Parteien nicht kommentieren möchte“, ist verständlich, da diese ja nicht in Richtung ihres Kandidaten  ausgesprochen wurde. 

Erstaunlich ist aber, dass man gleichzeitig feststellt, „dass das überraschend gute Ergebnis des unabhängigen Kandidaten Hollmann wohl auch darin begründet liegen könnte, dass dessen im Wahlkampf erfolgte Mitteilungen und Äußerungen nah bei den Vorstellungen des CDU-Kandidaten liegen“. Liest sich irgendwie, als ob man in CDU-Kreisen nicht unglücklich darüber gewesen wäre, wenn Herr Hollmann eine Wahlempfehlung zugunsten des CDU-Kandidaten ausgesprochen hätte.  

Einerseits Wahlempfehlungen „zu kritisieren“ - so jedenfalls verstehe ich das CDU-Statement zur Wahlempfehlung von Bonifer-Dörr - und andererseits dem Wähler suggerieren zu wollen, Hollmanns Themen und demzufolge auch seine Wähler seien bei der CDU gut aufgehoben, passen nach meinen Verständnis nicht so recht zusammen. Sicher ist es vielen Bürgern beim Lesen des Artikels ähnlich ergangen. 
 

Frank: Nach welchen Kriterien werden die Bürger bei der Stichwahl entscheiden?
 

Soer: Ich hoffe darauf, dass sich jeder Wähler vorher kritische Gedanken macht. Leider muss ich sagen, dass meine Wahrnehmungen und Beobachtungen im bisherigen Wahlkampf andere sind. Vor allem spielen eher zweitrangige Fragen eine Rolle wie zum Beispiel: Welcher der Kandidaten wohnt schon wie lange in der Gemeinde? Welchem Verein gehört er an? Welche Hobbies und Vorlieben hat er ? Und natürlich auch: Welcher Partei gehört er an? Solche Kriterien wurden nach meinem Empfinden bisher höher eingeschätzt als die Frage nach Qualifikationen. 


Frank: Wonach gehen Sie?
 

Soer: Um die richtige Wahl zu treffen, man muss Fragen - ohne Anspruch auf Vollständigkeit -  stellen wie: 

1. Welcher der beiden Kandidaten bringt die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse und auch die Persönlichkeit, die Überzeugungskraft und den Durchsetzungswillen für dieses Amt mit?

2. Welcher der Beiden füllt in Zeiten knapper Kassen und ständig steigender Anforderungen infolge des demographischen Wandels das Amt des Bürgermeisters modern und zukunftsorientiert aus?

3. Wem traue ich zu, notwendige Entwicklungen und Prozesse zu initiieren, um mit neuen Konzepten alte Probleme zu lösen und neue Herausforderungen zu meistern?

4. Wem traue ich zu, das Wir-Gefühl in der Gemeinde zu erzeugen, um Unternehmer, Vereinsvertreter und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einer aktiven Mitarbeit zu motivieren und in eine positive Entwicklung der Gemeinde einzubinden? 

5. Wem gelingt es besser, engen Kontakt zu allen Mandatsträgern sämtlicher Parteien im Gemeindeparlament herzustellen und politische Mehrheiten zu organisieren? 
 

Frank: Haben Sie eine Wahlempfehlung für die Münsterer Bürger?
 

Soer: Ich hoffe sehr, dass die Münsterer am 15. Juni alle zur Wahl gehen und vorher die Qualifikation der Kandidaten einer kritischen Prüfung unterziehen. Und dann hoffe ich, dass sie eine für die Gemeinde Münster kluge Entscheidung treffen.

Daemmerschoppen

on Mo, 02.06.2014 - 21:02

Gerald Frank lädt zum Dämmerschoppen nach Altheim ein. 

Die Devise vor der Stichwahl: Lebensqualität in Münster steigern! 

 

„Ich danke meinen Wählern für Ihre Stimme am 25. Mai. Für mich ist dieses Ergebnis so etwas wie ein gewonnenes Halbfinale. Nun gilt es auch das Finale zu gewinnen“, sagte Gerald Frank. Zu Recht sieht der Sozialdemokrat gute Chancen, die Mehrheit der Wähler bei der Stichwahl am 15. Juni zu gewinnen. „Wir haben es hier mit zwei Lagern zu tun. Das eine, das für ‚weiter so’ steht, hat es mit Udo Beutler auf rund 40 Prozent geschafft. Das andere Lager, das aus drei Kandidaten bestanden hat, steht für einen Wechsel und neuen Schwung in Münster und hat 60 Prozent auf sich vereinigt.“ Frank hält es allerdings für gefährlich, sich auf solche Rechenspiele zu verlassen. „Wie ein Fußballspiel beginnt die Stichwahl, wenn am 15. Juni die Wahllokale um 8 Uhr öffnen, beim Stand von 0:0. So wie die Tore geschossen werden müssen, müssen Wähler wieder ihre Stimmen abgeben.“ Der Sozialdemokrat will als Bürgermeister die Lebensqualität in Münster steigern. Jede Menge Anregungen hat er dazu aus seinen mittlerweile über 4.200 Hausbesuchen seit dem 18. Januar und in E-Mails bekommen.

Frank ist bis zum entscheidenden Wahltag unermüdlich unterwegs. Neben vielen Terminen macht er weiterhin Hausbesuche, sammelt Anregungen von Bürgern, was in Münster angepackt werden soll. Die Vielfalt der Hinweise und Bedürfnisse der Bürger lassen sich in der Kürze gar nicht darstellen. „Die Münsterer wollen mehr Lebensqualität“, war seine Erkenntnis. Oft hörte er dabei, dass der Rathausplatz endlich ansehnlich gestaltet werden solle. Ein weiteres Topthema sind die Verkehrsbedingungen. Etliche Anrainer - vor allem in der Altheimer Straße, Bahnhofstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Friedhofstraße, Iglauer Straße, Goethestraße und in den Tempo-30-Zonen - beklagen sich über zu schnelles Fahren von Autofahrern, was gleichermaßen Gefahren für Radfahrer und Fußgänger heraufbeschwört. „Wir müssen die Verkehrsströme analysieren und so leiten, dass die Menschen möglichst wenig belastet werden. Zudem müssen wir dafür sorgen, dass Tempolimits eingehalten werden“, sagte Frank. 

Lebensqualität müsse für alle Bevölkerungsgruppen angestrebt werden. Für die jungen Familien mit mehreren Kindern gehört dazu langfristig eine Entlastung bei den Kindergartengebühren. Gleichzeitig müssen die Kapazitäten in den vorhandenen Einrichtungen und auch die Betreuungszeiten erweitert werden. Dies ist sozial geboten und auch ein Beitrag, um Familie mit Kindern und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Für Senioren will er neben seniorengerechten Wohnungen auch eine bedarfsgerechte soziale Betreuung.

Das Sport- und Kulturangebot der Gemeinde will Frank weiter ausbauen – für Junge und für Alte. Der demographische Wandel (bis 2030 wächst die Altersgruppe der über 80-jährigen um 130%) erfordert dabei eine besondere Ausweitung des Seniorensports. Hierfür müsse eine entsprechende Infrastruktur vorgehalten werden. Und auch die Kultur darf nicht als verzichtbares Luxusgut angesehen werden. Hier den Rotstift anzusetzen, wäre sträflich. „Kunst und Kultur sind Motoren gesellschaftlicher Entwicklungen. Einrichtungen wie beispielsweise unsere Bücherei sind weiter zu optimieren und dem aktuellen Bedarf anzupassen“, sagt Frank.

Aus den vielen Hausbesuchen und E-Mails ist eine lange Liste von Wünschen der Münsterer zusammengekommen. „Ich habe jede Menge Anhaltspunkte, was den Bürgern wichtig ist und wo der Hebel angesetzt werden soll“, sagt Frank. Angesprochen wurden unter anderem die Bereiche Verwaltung, Umwelt, Vereine, soziale Betreuung für Jugendliche, Bürgernähe, Geschäfte im Ortsinnern, Ortsentwicklung, Bürgerbeteiligung. Und seine jetzt schon lange Liste von Bürgermeister-Maßnahmen ist noch offen und kann fortgeführt werden. 

Dazu lädt Gerald Frank ein

am Freitag, 6. Juni, 18 – 20 Uhr, 

zu einem Dämmerschoppen in Altheim, 

Auf dem Bügel 10.

Noch einmal eine gute Gelegenheit, mit dem Bürgermeisterkandidaten direkt ins Gespräch zu kommen. 

Der Wechsel ist zum Greifen nah!

on So, 01.06.2014 - 21:26

Gerald Frank in Stichwahl gegen Udo Beutler

Zufriedene Gesichter in der Kulturhalle am Abend des Bürgermeisterwahltags am 25. Mai im Lager von Gerald Frank, als das Ergebnis mit der nun erforderlichen Stichwahl zwischen ihm und dem CDU-Kandidaten Udo Beutler am 15. Juni feststand.  „Das war für mich heute so etwas wie ein gewonnenes Halbfinale“, sagte Gerald Frank, der das beste Ergebnis von SPD-Kandidaten seit Einführung der Bürgermeister-Direktwahl einfahren konnte. Mit 2062 Stimmen knackte er erstmals die 2000er-Marke. Doch noch wichtiger als dieses sehr gute Abschneiden war die Gesamtbilanz. Denn CDU-Kandidat Udo Beutler war weit von der angestrebten absoluten Mehrheit bei 40,75 Prozent stecken geblieben. Das sind gerade 494 Stimmen mehr als Gerald Frank.

„Der CDU-Kandidat hat gegenüber dem Wahlergebnis seines Vorgängers 2007 (61,6 %) über 20 Prozent – das sind fast 600 Stimmen - verloren“, analysierte Sozialdemokrat Frank, der gegenüber dem 2007er SPD-Ergebnis sogar fast 100 Stimmen dazu gewinnen konnte und auf 32,88 %  kam. Überrascht hatte der parteilose Sascha Hollmann mit 13,23 Prozent (830 Wähler), der knapp vor Gerhard Bonifer-Dörr von der Alternativen Liste Münster und Altheim (ALMA) mit 13,14 Prozent (824 Wähler) abschnitt.

Zu seinen Chancen bei der Stichwahl am 15. Juni befragt, antwortete Gerald Frank: „Wir haben es hier mit zwei Lagern zu tun. Das eine, das für ‚weiter so’ steht, hat es mit Udo Beutler auf rund 40 Prozent geschafft. Das andere Lager, das aus drei Kandidaten bestanden hat, die für einen Wechsel und neuen Schwung in Münster stehen, hat 60 Prozent auf sich vereinigt. Ich habe die große Hoffnung, aus diesem Lager die Stimmen für eine Mehrheit bei der Stichwahl zu erzielen.“

Gerhard Bonifer-Dörr empfiehlt: „Gerald Frank wählen!“

Zwischenzeitlich hat Frank Rückenstärkung von Gerhard Bonifer-Dörr erhalten, der gegenüber der Presse erklärte: „Kollege Frank steht für den Wechsel, den unsere Gemeinde dringend nötig hat. Deshalb empfehle ich meinen Wählerinnen und Wählern: Gehen Sie am 15. Juni zur Wahl. Geben Sie Ihre Stimme Gerald Frank.“ Der Aufruf wird auch von Fraktion und Vorstand der Alternativen Liste Münster-Altheim unterstützt.  

Wenn die Bonifer-Dörr Wähler dem folgen würden, würde Frank mit zusammen 46 Prozent an dem CDU-Kandidaten vorbeiziehen. Doch Frank warnt vor solchen Rechenspielen. „Wie im Fußball beginnt die Stichwahl am 15. Juni um 8 Uhr, wenn die Wahllokale öffnen, beim Stand von 0:0. Ausschlaggebend werde sein, dass auch Hollmanns Wähler den Wechsel wählen und dass die Wahlbeteiligung hoch ist. 

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